Über dieses Buch
Diese Arbeit untersucht und bewertet das Migrationsverhalten von Transuranen anhand systematischer Beprobung, radiochemischen Analysen und generischer Modellbildung und Simulation. Die systematische Beprobung und die nachfolgenden radiochemischen Analysen erfolgten anhand von kontaminierten Flächen auf dem Betriebsgelände der Nuclear Engineering Seibers-dorf, Österreich. Der Modellbildungs- und Simulationsteil der Arbeit beginnt mit einer systema-tischen Literaturstudie über Migrationsprozesse von Schadstoffen in der Umwelt. Für die Modellierung des Migrationsprozesses wählt die Autorin dann einen dynamischen Ansatz über die diskreten Transportgleichung, der mit einem CA-Ansatz (zelluläre Automaten) für die räumliche Verteilung verbunden wird. Das in MATLAB implementierte Migrationsmodell kann einerseits mit den Grunddaten der Beprobung validiert werden, andererseits liefert es wichtige Hinweise für weitere Beprobungsstellen. Die zeitliche Verteilung der Simulationsergebnisse reicht vom Beprobungszeitpunkt zurück bis zur Kontaminierung, und vom Beprobungszeitpunkt bis zu zukünftigem hohem Zerfallsgrad. Der Genauigkeit der quantitativen Simulation steigt mit der Rechenleistung – auch Grund für die Neuauflage.
Über die Autorin
Katharina Breitenecker studierte an der Technischen Universität Wien Technische Physik, und beschäftigte sich früh mit Nuclear Engineering. Als Tutorin arbeitete sie sowohl im Bereich Physik als auch im Bereich Mathematik und E-Learning. Ihre Diplomarbeit „Aktivierungsanalytische Provenienzstudie archäologischer Funde aus Ägina Kolonna“ zeigte bereits ihr starkes Interesse an radiochemischen Analysen und Methoden, das in weiterer Folge zur dieser Dissertation führte, und damit die klassischen radiochemischen Beprobungsmethoden um Modellbildung und Simulation ergänzte. Ihr beruflicher Werdegang führte sie von Seibersdorf Nuclear Engineering (als Radiometry Specialist) zur IAEA, der International Atomic Energy Agency, wo sie seit vielen Jahren als Nuclear Safeguard Inspector tätig ist.



